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Was gibt es für Business Models für Unternehmen mit Openness und mit ökoeffektivem Design oder auch langlebigen und nachhaltigen Produkten oder für eine Kreislaufwirtschaft generell? Beispiele und Ideen

Müllverkaufs und -Aufwertungs Open Innovation Plattform? ? (WIOIP)Bearbeiten

Eine Idee, die Michael, _,_,_&_ und mir Lars Zimmermann (Diskussion) 18:22, 22. Nov. 2012 (UTC) kam.

Wir haben über Geschäftsmodelle zur Organisation einer Kreislaufwirtschaft nachgedacht. Die Idee war eine Plattform, auf der Unternehmen ihren „Müll“ anbieten können – ihn vermitteln können an andere Unternehmen, die diesen Müll als Rohstoff aufkaufen. (Wenn Müllkippen die Rohstoffminen der Zukunft sind, dann ist das die organisatorische Abkürzung.) Die Idee war aber ein zusätzliches Open Innovation Moment zur Aufwertung des Mülls mit einzufügen. Wie genau?

Die Unternehmen posten ihren „Müll“ und geben ein paar Daten von sich preis. Die erste Intention ist es, diesen Müll „normal“ zu verkaufen. Hinzu tritt aber die Frage: „Wie können wir aus unserem Müll noch mehr Geld machen?“ Und diese Frage ist offen für die Bearbeitung durch freie Entwickler, d.h. ausgelobt für Open Innovation. Die Geschäftsidee ist also die Verknüpfung einer Abfallwirtschaftsplattform mit einer Open Innovation Plattform.

Freie Entwickler können dann Vorschläge machen, z.B. wie die Unternehmen ihre Prozesse oder ihr Einkaufsverhalten umstrukturieren könnten, damit der dabei entstehende Müll besser verkäuflich weil z.B. einfacher und vollständiger wieder aufzubereiten ist. Oder Sie könnten Ideen entwickeln, wie man den Müll aufbereitet, zu neuen Produkten verarbeitet usw. Ziel ist immer eine Aufwertung des Mülls und das heißt ein höherer Preis. Die Materialien bleiben länger im Kreislauf, haben mehrere Verwendungsmöglichkeiten und dadurch steigt ihr Wert.

Finanzierung bzw. wer bezahlt den Innovateur?Bearbeiten

Die Unternehmen könnten ihre ausgelobten Forschungsfragen: „Wie kann man unseren Müll (noch besser) verkaufen?“ mit verschiedenen und jeweils geeigneten Entlohnungsmodellen kombinieren. Beispiele:

  • Das Unternehmen bezahlt von den ersten 1000 Einheiten, die zum höheren Preis verkauft werden, 50% des zusätzlichen Gewinns dem Innovator aus.
  • Das Unternehmen zahlt eine feste Prämie aus, wenn es dem Innovateur gelingt, den Gewinn aus dem Müllverkauf um 33 % zu steigern.

Solche Entlohnungsmodelle lassen sich verschiedenste finden, die Zahlen verschieden einstellen jeweils nach individuellem Einzelfall und Kreativität.

Ziel ist eine WinWin Situation. Niemand verliert. Das Unternehmen erhöht seinen Gewinn und der Innovateur erhält eine Prämie.

EinnahmemöglichkeitenBearbeiten

Womit verdient nun dieses Startup bzw. die Plattform Geld? Ein paar Möglichkeiten:

  1. Unternehmen bezahlen für die Möglichkeit, auf der Plattform aufzutreten. Es handelt sich um einen Markt mit eingebauter Innovationsmöglichkeit. Hier sichtbar zu werden, könnte einen gewissen Wert darstellen.
  2. Werbung – kontextsensibel und an tatsächliche potentielle Käufer ausgeliefert. (Eine gute Platzierung meines Forschungsproblems auf der Startseite z.B. ...)
  3. Datenverkauf – auf der Plattform sammeln sich besondere Daten an, die man eventuell über Premiummodelle oder in gesonderten Paketen z.B. an kommerzielle Forschungsinstitute verkaufen könnte. (Eventuell gekoppelt mit Beratungsleistungen)
  4. Es gibt im Netz angeblich über 100 verschiedene Open Innovation Plattformen. Wie verdienen die eigentlich ihr Geld? Da müsste man mal nachrecherchieren. Gibt es Möglichkeiten z.B. am Geldtransfer beteiligt zu werden?
  5. ? ...

Soweit waren die ersten Ideen. Eine Frage einer Kreislaufwirtschaft ist, wie können wir die Materialströme wertiger halten. Davon profitiert die Kreislaufwirtschaft genauso wie individuelle Unternehmen. Dieses Geschäftsmodell versucht diese beiden Interesse lose zu koppeln.

WIOIP = Waste Improvement Open Innovation Plattform ;)

Kindersachen KarussellBearbeiten

Ich war in der Universität des Saarlandes und habe diskutiert mit Studierenden der Nachhaltigkeitswissenschaft. Leider weiß ich die einzelnen Namen nicht, aber aus dem Auditorium kamen interessante Anregungen. Ich geb sie hier mal wieder (& denke sie ein bisschen weiter).

Die Diskussion drehte sich zunächst um geplante Obsoleszenz. Geplante Obsoleszenz bedeutet, Unternehmen gestalten ihre Produkte absichtlich kurzlebig. Das sei eine Strategie der Absatzsteigerung. Marktsättigung wird so aufgebrochen bzw. der Bedarf erhöht. ‚Würden Glühlampen 100 Jahre halten, wäre damit nicht all zu viel zu verdienen.’

Ausgangspunkt ist also die Frage: Mit welchen Geschäftsmodellen können Unternehmen agieren, die Anreize für sie schaffen, ihre Produkte besonders langlebig und auch regenerativ zu gestalten.

Jemand im Auditorium erzählte von einer Plattform für Kindersachen. Kinder wachsen schnell. Sie tragen Sachen nicht ab, sondern wachsen heraus. Vollkommen intakte Sachen werden also nutzlos. Es gäbe nun eine Plattform oder auch Plattformen (die Namen habe ich nicht mitbekommen), auf denen Eltern Kindersachen zum Wiederverkauf anbieten. In Frankreich sei dies sehr beliebt. Auf einer Plattform werden ausschließlich Kleider eines bestimmten Herstellers getauscht.

Und hier liegt ein Geschäftsmodell: Ein Unternehmen stellt besonders haltbare Kindersachen her. Diese kauft man bei ihm nicht, sondern least oder mietet sie. Die Platte kann dabei von Kleidung bis zu Spielzeug bis zu Gebrauchsgegenständen reichen. Werden die Sachen nicht mehr gebraucht, gibt man sie zurück. Je besser sie in Schuss sind, desto mehr Geld erhält man zurück. Selbst für kaputte Sachen bekommt man noch ein klein wenig Geld.

Das Unternehmen stellt die Sachen gereinigt und gewartet neu auf die Plattform & streicht beim Neuverkauf erneut Provision ein, verdient also neu am Verkauf. Damit hat es also ein Interesse daran, die Kindersachen möglichst stabil und langlebig zu konstruieren. Je stabiler je öfter kann man daran verdienen. Auch die Eltern kaufen möglichst unkaputtbare Sachen, denn deren Wiederverkaufswert ist am höchsten. Überdies gibt es ein Interesse, die Sachen regenerativ zu machen, da die Dinge zurückgenommen werden müssen (garantierte Rücknahmen gehört zum Geschäftsmodell), ist es sinnvoll, sie als Rohstofflager für Neues zu gestalten. Auch wäre das Problem des Rücktransportes – wie gelangt das regenerative Produkt auch wieder an eine fachkundige Stelle, die die Rohstoffe daraus wirklich zurückgewinnen kann – damit geklärt. Die Dinge werden ohnehin zurückgegeben.

-> Märkte für Kindersachen sind nebenbei bemerkt sehr interessante Orte für Experimente mit derlei Dingen und Organisationsprozessen, weil die Durchlaufgeschwindigkeit der Güter hier so groß ist, die Zeiträume sind kurz, zugleich ist der Stoffumsatz hoch.

Hygiene und andere ProblemeBearbeiten

Nun erinnere ich mich daran, etwas ähnliches schon einmal mit einem Freund diskutiert zu haben, der gerade Vater geworden war. Er sagt zu mir, das sei eine wirklich schön Idee, er würde es aber trotzdem nicht machen – aus hygienischen Gründen. Wer weiß, wer der Vorbesitzer war und was der alles ... Der Einwand, dass ich mir über den enormen Chemiecocktail Schadstoffausstoß fabrikneuer pinkbunter Sachen viel mehr Sorgen machen würde, kam in den Ohren meines Freundes nicht so an. Aber sehen wir uns den Hygieneeinwand an, denn er ist da und sicherlich teilen ihn viele. Er verrät etwas über eine weitere Möglichkeit für das Geschäftsmodell unseres Unternehmens. Die garantierte hygienische Wiederaufbereitung. Die Dinge werden keimfrei gemacht! Wenn dieser Prozess und die Produkte dafür gut gestaltet sind, wieso sollten wir ihm nicht vertrauen. Menschen trinken Unmengen von Bier und Wasser aus Pfandflaschen, von denen auch niemand weiß, wo und wie und bei wem sie vorher waren. Wie viele von uns misstrauen Krankenhausbettwäsche?

Die Kleider, Spielzeuge und Gebrauchsgegenstände müssten also so gestaltet sein, dass sie gut und zweifelsfrei desinfiziert werden können. Das müsste das Design verraten als auch die Geschichte, die das Unternehmen darüber erzählt – die müsste sehr gut sein. Hier müssten ein paar Kommunikationsprofis ran.

(Bild von Fasern von Blasen umspült und keimfrei werdend) „Das Blatt der Lotusblüte weist dank seiner Oberfläche Schmutz von sich ab. So sind auch unsere Fasern ... wir reinigen sie für ihr Kind und danach für ein anderes und davor schon für eines ... Und geben ihrem Kind und seinen Kindern damit eine Zukunft.“
-> bestimmt kriegt man es besser hin.

Soviel als erste Skizze.

Ergänzungen, Ideen, KorrekturenBearbeiten

  • Dieses Konzept wird manchmal bei Stahlrohrmöbeln angewendet. Rückkauf, Wiederaufbereitung und Neuverkauf zu günstigerem Preis. Gutes Produkt dafür. Olec.h (Diskussion) 11:37, 19. Nov. 2012 (UTC)

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